Preparation of Interview

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Bereiten Sie Ihr Interview sorgfältig vor, auch dadurch, dass Sie sich in Sondierungsgesprächen und Vor-Ort-Besuchen einen ersten Ein-druck von einem Bereich machen.  Erproben Sie den Interviewleitfaden vor dem ersten Einsatz möglichst realitätsnah. Erproben Sie dabei auch unbedingt die geplanten Aus-wertungsverfahren.  Holen Sie rechtzeitig die Genehmigung für die Befragung ein und ma-chen Sie frühzeitig Termine für das Interview aus (z. B. während einer Informationsveranstaltung zur Systemanalyse). Achten Sie darauf, dass Ihr geplanter Gesprächspartner auch wirklich Aussagen zu den Sie interessierenden Fragen machen kann.  Beginnen Sie mit einer Vorstellung Ihrer Person und der Ziel des Interviews.  Sichern Sie, soweit möglich, Anonymität zu.  Die Länge eines Interviews sollte 60 Minuten nicht überschreiten, in Ausnahmefällen (z. B. bei der Erhebung komplexer Arbeitsabläufe) kann ein Interview auch länger dauern. Achten Sie aufmerksam auf Ermüdungserscheinungen Ihres Interviewpartners und verschieben Sie offene Fragen ggf. auf einen weiteren Termin nach dem Motto: Lieber vertagen als verflachen.  Schaffen Sie eine angenehme und ruhige Umgebung für das Interview, vermeiden Sie Störungen.  Mit Einverständnis des Befragten können Sie ggf. das Interview auf-zeichnen, dies erleichtert die Auswertung. Ansonsten sollten Sie das Interview zu zweit durchführen – die zweite Person kann sich dann auf die Dokumentation der Antworten konzentrieren.  Seien Sie bei der Beantwortung der Fragen beharrlich und fragen Sie so lange nach, bis Sie die betreffenden Zusammenhänge genau ver-standen haben. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Interviewer in der Regel nur wenig über den zu analysierenden Bereich weiß. Der Befragte dagegen hält häufig vieles (z. B. die Routinetätigkeiten) für selbstverständlich, so dass er nicht ohne Nachfragen darauf eingeht (vgl. Abb. 8.2 auf S. 118). Zudem wird der Befragte selten seine Er-klärungen auf den Kenntnisstand des Interviewers abstimmen. Haben Sie also keine Angst vor so genannten „dummen“ Fragen.  Seien Sie diplomatisch. Es kommt immer wieder vor, dass die Gesprä-che von den Befragten genutzt werden, um „ihre“ Sicht auf Miss-stände, Probleme und die dafür Verantwortlichen zu platzieren. Neh-men Sie derartige Informationen auf, ohne selbst zu bewerten.  Wenn Sie mit Missverständnissen bezüglich der Zielsetzung der Ana-lyse konfrontiert werden: Reagieren Sie sachlich unter Wiederholung der Zielsetzung.  Fragen Sie am Ende des Interviews, ob der Befragte aus seiner Sicht noch relevante Informationen ergänzen möchte.  Bedanken Sie sich am Ende für die Teilnahme und beantworten Sie bei Bedarf noch Fragen des Teilnehmers. @de

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